Erster Spatenstich für Gradierpavillon

erschienen am Samstag 22.11.2008 in der Salzgitter-Zeitung

Auftakt am 5. Dezember im Rosengarten - Bau verzögert sich - Zunächst werden Rohre saniert

Von Peter Gamauf

SALZGITTER-BAD. Mit einem ersten symbolischen Spatenstich wird Oberbürgermeister Frank Klingebiel am Freitag, 5. Dezember, den Bau des Gradierpavillons in Salzgitter-Bad beginnen.

Die Arbeiten starten allerdings mit einer Tiefbaumaßnahme, die der Errichtung des Gradierpavillons vorausgehen – die Rohre im Solebrunnen müssen saniert werden. Weil dies noch nicht geschehen ist, lässt der Pavillon auf sich warten - erst im nächsten Jahr wird er im Rosengarten stehen.

Zwischenzeitlich hatten die Verantwortlichen des federführenden Bürgervereins Bad Salzgitter gehofft, das Werk noch in diesem Jahr in Betrieb nehmen zu können. Die Sanierung der Rohre - sie liegen direkt unter dem geplanten Gradierwerk - hat indes Vorrang, der Bürgerverein wollte diesen Arbeiten nicht durch einen früheren Baubeginn des Pavillons im Weg stehen.

"Wir bekommen die Spezialteile, die wir für die Sanierung der Rohre benötigen, in Kürze", erklärte dazu Gabriele Boykies, Geschäftsführerin der Thermalsolbad GmbH. Sie sprach von langen Lieferzeiten. Die Sanierung werde "eine fünfstellige Summe im oberen Bereich" kosten, so Boykies. Wie lange die Arbeiten dauerten, sei witterungsabhängig.

"Es ist schade, dass unser Plan, den Gradierpavillon noch in diesem Jahr zu bauen, nicht verwirklicht werden kann. Vielleicht waren wir auch etwas zu euphorisch", sagt Klaus Gossow, Sprecher des Bürgervereins. Wegen des Zusammenhangs beider Baumaßnahmen präsentiert sich der Spatenstich am 5. Dezember als gemeinsame Aktion der Thermalsolbad GmbH, des Bürgervereins und der Stadt. Verantwortliche beider Institutionen und weitere Bürger werden Frank Klingebiel, Schirmherr des Spendenprojekts Gradierpavillon, zur Seite stehen.

"Ich freue mich, dass wir nun einen konkreten Termin haben, an dem es losgehen soll", sagt Klaus Gossow, "wenn alles glatt läuft, könnte der Gradierpavillon im Frühjahr stehen."

Im Rahmen der Spendenaktion sind bislang 85 000 Euro in bar zusammengekommen. 14 der 450 Spender haben mehr als 1000 Euro gegeben. Die Höhe der Sachleistungen beträgt etwa 12 000 Euro.

Laut Kostenvoranschlag soll das Gradierwerk rund 100 000 Euro teuer sein - eine endgültige Berechnung liegt allerdings noch nicht vor.

"Inzwischen sind sechs Aufträge im Wert von insgesamt 76 000 Euro erteilt worden", so Klaus Gossow, "übrigens ausschließlich an Firmen aus Salzgitter und der näheren Umgebung."