Bürgerverein sucht Sponsoren

erschienen am Samstag 27.01.2009 in der Salzgitter-Zeitung

Wer übernimmt die laufenden Kosten für Gradierpavillon in Salzgitter-Bad?
FDP beantragt 5000 Euro


Von Peter Gamauf

SALZGITTER-BAD. 100 000 Euro kostet der Gradierpavillon im Rosengarten. 88 000 Euro hat der Bürgerverein Bad Salzgitter sicher. Ein Problem ist allerdings weiter ungelöst: Wer übernimmt die Kosten für Betrieb und Unterhaltung?

"Die Einweihungsfeier soll noch vor den Sommerferien stattfinden", sagt Joachim Sievers, Vorsitzender des Bürgervereins. In der kommenden Woche erwartet er die nächste größere Spende. Doch auch wenn die Investitionssumme von 100 000 Euro erreicht ist, fehlen etwa 5000 bis 6000 Euro pro Jahr – so hoch werden die laufenden Kosten für Strom, Wasser und Reparaturen veranschlagt, die nach dem Bau anfallen.

Die Stadt bemühe sich weiter, in Gesprächen mit dem Bürgerverein "eine tragbare Lösung" zu finden, so Sievers. Oberbürgermeister Frank Klingebiel - er ist Schirmherr des Gradierpavillons - hatte im Juli 2008 die Gründung eines Fördervereins angeregt. "Im Moment scheint es unmöglich zu sein, in der heimischen Wirtschaft Geldgeber zu finden, die sich auf Dauer verpflichten", sagt Sievers, die derzeitige Finanzkrise erschwere die Gründung eines Vereins. Auch die städtische Wirtschafts- und Innovationsförderung (Wis) habe sich eingeschaltet - bislang allerdings ohne Erfolg.

Erster Spatenstich war am 5. Dezember 2008, der Bau des Gradier-Pavillons startete mit der Sanierung der Rohre, die die Sole in bis zu 250 Metern Tiefe aufnehmen. Sievers bleibt Optimist und sagt: "Der Pavillon wird stehen." Er erwartet, dass die Frage der Übernahme der Folgekosten geklärt wird - "im Zuge der Gesamtmaßnahme".

Zuversichtlich ist auch Norbert Uhde, Pressesprecher der Stadt: "Wir unterstützen den Bürgerverein und sind optimistisch, einen Kreis von Sponsoren zu finden, die das Problem lösen helfen", sagt er. Erste Hilfe könnte schon morgen während der Haushaltsberatung vom Stadtrat kommen: Die FDP hat für dieses Jahr 5000 Euro für den Unterhalt des Gradierpavillons beantragt.

Unterdessen ist das Rohr des älteren der beiden Sole-Brunnen teilweise erneuert und in Kies eingebettet worden. "Der strenge Frost hat bisher weitere Arbeiten verhindert", sagt Ingenieur Marc Bothe, der auch mit dem Bau des Pavillons beauftragt ist. "Mörtel verlangt eine Verarbeitungstemperatur von etwa fünf Grad", erklärt Bothe, "den Februar werden wir noch brauchen. "Inzwischen ist die runde Brunnenöffnung aus Beton erweitert worden. Der Grund: Die Brunnenköpfe, zurzeit 2,50 Meter tief angelegt, sollen ebenerdig installiert werden und später im Pavillon unter Glas sichtbar sein.